Pressestimmen

Der Sprung in den Papierkorb

"Es sind echte Kleinodien, die Hürlimann hier darbietet. Er erweist sich als Meister der pointiert-witzigen Kurzprosa. Besonders gelungen sind die ironischen Texte.
Absolute Perlen sind auch die Essays des Bandes. Der Leser lernt seine Themen und Anliegen anhand dieser kleinen Texte sehr genau kennen. Sprachlich bewegen sich die Texte auf höchstem Niveau. Intelligentes Lesevergnügen ist garantiert."
Karl Vogd, bn.bibliotheksnachrichten, 29.09.2008

"Thomas Hürlimanns kleine Aufsätze, Reden und Kolumnen sind von erlesenem Raffinement. Hier versammelt der einstige Einsiedler Stiftsschüler ein paar der vergnüglichen Anekdoten und klugen Aperçus, der letzten Jahre."
Via, September 2008

"Eine Anthologie der abseitigen Beobachtungen, die zum Kern von Hürlimanns Leben führen, aus einer durchaus subjektiven Sicht und mithilfe gelegentlich befremdlicher Randbemerkungen wundersam kommentiert und verzahnt. Die bisher verstreut publizierten Texte hat Hürlimann für diese Ausgabe nachwelttauglich überarbeitet."
Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse, 31.07.2008

"Der Schweizer Autor erweist sich einmal mehr als brillianter Beobachter, der seine enorme Lebensweisheit beeindruckend zurückhaltend und uneitel in geschmeidig gewobene Sätze zu fassen vermag. Ganz egal, ob es sich um philosophische Gedanken oder persönliche Anekdoten handelt, ob er begeistert von Jean Paul erzählt, seine Leidenschaft für den Fußball auf den Leser überträgt oder sich an eine gescheiterte Liebesgeschichte erinnert: Allen seinen von Leichtigkeit getragenen Berichten "lauscht" der Leser schmunzelnd, ja geradezu entzückt und mit einem gewissen Neid auf eine solch faszinierende klarsichtige Denkkreativität. So spielt etwa die Treppe in allen hier versammelten Miniaturen eine bedeutende Rolle. Im letzten Aufsatz sinnt Hürlimann gar über ihren philosophischen Gehalt und zieht dabei ganz befremdlich anmutende, obgleich tiefenscharfe und amüsant-schonungslose Rückschlüsse auf die Welt."
Christina Langner, literaturkritik.de, 21.07.2008

"Die leichtfüßig und geistreich geschriebene schmale Textsammlung erlaubt dem interessierten Leser einen Sprung Mitten ins wahre Leben, das ihm Glanzpunkte bescherte wie kaum einem anderen zeitgenössischen Schweizer Autor, das aber von Tiefpunkten nicht verschont blieb - wobei "wahr" sinngemäß relativ zu begreifen ist, "wahr" nämlich im Sinne einer literarischen Geschichte.
Der Sammelband erlaubt ganz nebenbei eine Art Gesellschaftsspiel im Künstlermilieu, für den Leser jedenfalls, die ambitionierte Who-is-who-Denksportaufgaben lieben.
In diesen Erinnerungen verfolgt man haargenau, wie das Leben den Künstler geformt hat und welche Schlüsse er daraus gezogen hat."
Pia Reinacher, FAZ, 12.07.2008

"Diese Essays sind Sommernachtsträume in klarer, leichter, gleichsam sternschnuppenperlender Prosa."
Hans-Dieter Schütt, Neues Deutschland, 11.07.2008

"Poetisch einfallsreich und vielgestaltig fließen die Gedanken aus der Feder, und man möchte gar nicht aufhören, dem Erzähler zu lauschen.
Geistreich, tiefenscharf und amüsant überlässt man sich der Lektüre. Sie ist anspruchsvoll aber nicht anstrengend, unterhaltsam und spritzig."
literature.de, 09.07.2008

"Hier schreibt ein kluger und charmanter Reaktionär. Einer, der die Hoffnung auf ein Darüber, eine metaphysische Sicherung noch nicht aufgegeben hat, einer, der den Glauben an eine Welt verteidigt, die sich nicht im Diesseits erschöpft."
Gerald Funk, Schweizer Monatashefte, Juni/Juli 2008

"Thomas Hürlimann zeigt sich in diesem Band mit Geschichten, Essays und Reden als meisterhafter Fabulierer:geistreich, witzig, pointiert, überraschend - eine Fundgrube für eine exklusive Zitatesammlung, deren Quelle der gewöhnliche Alltag ist."
Urs Wigger, Anzeiger Luzern, 27.06.2008

"Thomas Hürlimanns Papierkorb muss ein erstaunliches Behältnis sein, denn er findet wahre Schätze darin: kleine, funkelnde Geschichten, die vom Lesen und Schreiben erzählen, vom Theater und der pädagogischen Provinz; und der Leser erfährt darin viel über den Autor und sein Werk.
Hürlimanns Leser wissen, dass aus den zermürbenden Zweifeln sorgfältig gearbeitete, zartfühlende und schonungslose Erzählungen und Romane entstanden, die vollkommen im Geiste des Jean Paul'schen Humors geschrieben sind. Sie wagen sich, bescheiden und klarsichtig, an die allergrössten Themen und zerlegen sie entschlossen in ihre Einzelteile, bis dem Leser der Kopf schwirrt und schwups, der Autor mit festem Griff die Erzählschraube anzieht. Dann stehen wir plötzlich mit ihm auf dem Gipfel und haben einen märchenhaften Ausblick."
Nicole Henneberg, BAZ, 06.06.2008

"Schon immer mochte ich bei wirklich bedeutenden Autoren den Band mit den "Kleinen Schriften" ganz besonders. In diesen Seitenstücken kann man die Signatur, den Stil und damit den Rang eines Werks oft genauer und klarer erkennen als in den ach so berühmten Romanen, Gedichtzyklen oder Dramen. Thomas Hürlimann ist ein wirklich bedeutender Autor. Seine Signaturen und sein Stil sind so uneitel wie unwiderstehlich, seine Lebensklugheit ist so zurückhaltend wie enorm. In den kleinen Schriften aus der jüngsten Zeit verbirgt sich deshalb ein gar nicht so kleines Meisterwerk."
Jochen Hieber (persönliche Empfehlung), SWR-Bestenliste, Juni 2008

"Dem Verlag und dem Autoren sei Dank, dass diese brillanten Texte vor dem Sprung in den Papierkorb in der Druckerpresse gelandet sind und dem Leser durchaus Vergnügen bereiten und Bedenkmöglichkeiten bieten."
Heiner Brückner, Nordbayerischer Kurier, 31.05.2008

"In Portraits wie Der mehrfache Fueter oder Vogel Oechslin ist Hürlimann der große Fabulierer und Menschenkenner: Grossartig!"
Biel-Benkemer Dorf-Zytig, 30.05.2008

"Ironisch, auch selbstironisch funkelt es aber an den unerwartetsten Stellen aus den Zeilen heraus, sodass sie Lektüre, auch die Wiederlektüre, ein ungetrübtes Vergnügen ist.
Wozu sich diese Sammlung also rundet, das ist ein Selbstbildnis des Autors als vielstimmiges, aber mit sich selbst gut zusammenklingendes Instrument - mit der Ironie als über allem liegenden Oberton."
Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 29.05.2008

"Ein allererster Dramatiker übrigens ist Thomas Hürlimann, seinen vielversprechenden Anfängen zum Trotz, doch nicht geworden, denn die fangen naturnotwendig mit S an (Sophokles, Shakespeare, Schiller, Strindberg, Strauss), aber immerhin ein exzellenter, vielfach (und nicht nur durch Linealschläge) geadelter Prosaschriftsteller, der der akzidentellen Versuchung, in den Papierkorb zu springen, über all die Jahre mannhaft widerstanden hat. Den Musen sei Dank!"
Martin Krumbholz, NZZ, 27.05.2008

"Es gibt Schriftsteller auf deren Formulierungskunst man derart neidisch ist, dass man sein letztes Hemd geben würde, wenn man nur ihren Papierkorb unterm eigenen Namen veröffentlichen könnte. Kann man natürlich nicht. Insofern geben wir hiermit (in fortgesetztem Besitz des letzten Hemdes) zu, dass wir Thomas Hürlimann bewundern. Und nach diesem Band mit hauptsächlichen Nebensächlichkeiten, mit Erinnerungen, Geschichten, Reden, Essays noch mehr. Hürlimann erzählt, wie er zum Dichter geschlagen wurde, macht Lust auf Jean Paul und Botho Strauss, beobachtet Zürcher Theaterbesucher. Das hat Fleisch, das hat Duft und Leichtigkeit. Eleganter als dieser Schweizer Cristiano Ronaldo der Literatur bewegt sich kaum einer sonst auf engstem Raum."
Elmar Krekeler, Literarische Welt, 17.05.2008

"Thomas Hürlimann ist ein Erzähler von hohen Graden. Das zeigt er in jedem seiner Aufsätze und Essays. Seine Gedanken entfaltet er, seine Ansichten begründet er stets mit Geschichten. Das macht die Lektüre seiner Gedankenprosa so leicht und unterhaltsam, seine Reden so lehrreich. Alles Graue vertreibt er aus seinen Theorien, denen nie die praktische Seite fehlt und die in überraschenden Kurzschlüssen farbig und geistreich aufblitzen.
Gelegenheit macht hier für einmal nicht Diebe, sondern den Dichter - will sagen, den Erzähler, dem die Literatur Lebensstoff, das Leben Werkstoff ist."
Urs Bugmann, Neue Luzerner Zeitung, 15.05.2008

"Hürlimann mischt Ernst und Humor, hüpft als sprachlich brillianter Causeur leichtfüssig hin und her zwischen philosophischen Gedanken und persönlichen Anekdoten. Denn die Erinnerungen verfolgen ihn - jene an die guten Lehrer in der Stiftsschule Einsiedeln, an erste schriftstellerische Erfolge oder an eine scheiternde Liebesgeschichte in Berlin-Kreuzberg. Wer wollte da noch zweifeln an der Legitimität, den Stoff aus der Selbstbespiegelung zu beziehen."
Marie-Louise Zimmermann, Espace, Zeitung im Espace Mittelland, 08.05.2008

"Vom Auf und Ab der Treppe, von Golgatha bis Platon reichen die Beispiele, denen man mit Interesse nachsinnt. Poetisch einfallsreich und vielgestaltig fließen die Gedanken aus der Feder, und man möchte gar nicht aufhören, dem Erzähler zu lauschen.
Geistreich, tiefenscharf und amüsant überlässt man sich der Lektüre. Sie ist anspruchsvoll aber nicht anstrengend, unterhaltsam und nie langweilig."
Claudine Borries, amazon.de, 07.05.2008

"Thomas Hürlimann ist nicht nur ein großer Erzählkünstler, sondern auch ein Meister der feinen Miniaturen. Eine Auswahl an meist skurrilen Kleinodien legt er nun vor, mit einem wesentlichen Merkmal: fast immer spielen Treppen eine wichtige Rolle. Hinsetzen und genießen."
Kleine Zeitung, 03.05.2008

"Unten kriechen wir auf allen Vieren, die Treppe führt vom Dunkeln ins Helle, oben tanzen wir auf Zehenspitzen, heißt es in der Randnotiz zu einem von Hürlimanns Texten. Es sind tief- feinsinnige - und für den Leser höchst anregende - Notizen, Texte über Gedanken und Beobachtungen in der engeren Schweizer Heimat und in der Großstadt Berlin. Lesenswert!"
Sonja Kolb, AP, 01.05.2008

"Was Thomas Hürlimann in Der Sprung in den Papierkorb an älteren und jüngeren, mehrheitlich bereits einmal veröffentlichen Texten versammelt, bietet eine Lektüre, die sowohl leicht und vergnüglich als auch tiefgründig und ernst ist."
Charles Cornu, Der Bund, 29.04.2008

"Der "Sprung in den Papierkorb" verspricht "Geschichten, Gedanken und Notizen am Rand". In ihnen erweist sich der Erzähler und Dramatiker Hürlimann als ein wunderbarer Causeur, der die Welt und sich selber mit gelassener Ironie betrachtet. Sein Ton ist charmant und liebenswürdig."
Roger Anderegg, SonntagsZeitung, 20.04.2008

Das Einsiedler Welttheater 2007

"Dringende Empfehlung für potenzielle Theaterbesucher: Dieses Textbuch vorgängig lesen, dabei lachen, sich die Haare raufen, nachdenklich werden, betroffen sein. Und dann nach Einsiedeln Theater-wallfahren. Nachhaltige Kost."
Urs Wigger, Anzeiger Luzern, 13. Juli 2007

"Das Welttheater 2007 zeigt ebenso differenziert wie drastisch den Umgang mit der Angst."
Peter Schmid, jesus.ch, 4. Juli 2007

"Es ist schon frappierend, mit welcher Vehemenz Thomas Hürlimann den Apokalyptiker in sich entdeckt und wie entschieden er dabei gereimte Zeigefingereien neben gelungene Verse stellt."
Jürgen Berger, SZ, 29. Juni 2007

"Ein Weltuntergangsszenarium, eine Apokalypse ohne Perspektiven, ein bunter Bilderreigen in den Tod.
Bernadette Reichlin, Der Zürcher Oberländer, 27. Juni 2007

"Hürlimanns Blick auf die Welt und damit auch sein "Welttheater" hat sich in den letzten sieben Jahren sehr verdüstert. Selbst das Lamm Gottes ist ein Teufel in Verkleidung, selbst die Schwarze Madonna eine Königin der Nacht. Formal kehrte Hürlimann zum mythisch-religiösen Ursprung des Theaters zurück: Chor statt Individuen, Monolog statt Dialog, Allegorien statt psychologischer Finessen, poetische Magie statt rationalen Dramas. Am Ende gibt es keine Auferstehung der Toten, aber doch einen kleinen diesseitigen Trost: Liebe und Erinnerung machen den Weltuntergang erträglich."
Martin Halter, FAZ, 26. Juni 2007

"Strenger, düsterer, doch auch eindringlicher."
Peter Müller, Tages-Anzeiger, 25. Juni 2007

"Thomas Hürlimanns beherzte Neufassung des Calderon-Textes siedelt sich zwischen Anfang und Ende an. Nicht Glaubensgewissheiten liefert sie, sondern sie stellt Fragen an einen abwesenden Gott. Thomas Hürlimann versucht einen moderneren Weltentwurf, der nah bei regionalen Gegebenheiten bleibt, aber dennoch ins barock geprägte theatrum mundi ausgreift. Die tragenden Figuren erhalten deutliche Profile, auch wenn Thomas Hürlimann bewusst Psychologisierungen meidet. Ein Spannungsfeld baut sich auf - Grösse und Elend des Menschen werden offenbar."
Beatrice Eichmann-Leutenegger, NZZ, 25. Juni 2007

"In einer sich allmählich steigernden Endzeitversion wird gezeigt, wie die Menschen allen Menetekeln zum Trotz unbelehrbar in ihr Verderben rennen."
Charles Linsmayer, Der Bund, 25. Juni 2007

"Ein Welttheater, als wäre Barock heute."
NZZ am Sonntag, 22. Juni 2007

"Hürlimanns Text arbeitet stark mit den Ängsten und Nöten der jetzigen Menschen."
Bruno Rauch, Der Zürcher Oberländer, 21. Juni 2007

"Die Mischung aus Machbarkeitswahn, Kommerzialität und Glaubenssehnsucht sind zentrales Thema des neuen Texts, der sich eher als rhapsodisches Poem denn als szensisch durchschaubare Spielvorlage liest."
Martin Walder, NZZ am Sonntag, 10. Juni 2007

Das Einsiedler Welttheater

»Hürlimann schlägt klug einen Bogen vom barocken Weltempfinden zur Gegenwart und findet schöne sinnfällige Bilder.«
Werner Schulze-Reimpell, Rheinischer Merkur

40 Rosen

"Das Hauptthema, die künstlerisch begabte und ambitionierte Frau, die zurücktritt, auf Selbstverwirklichung verzichtet und sie dem Mann opfert, ist nicht neu, Hürlimann aber führt dieses Thema meisterlich durch. Das gesellschaftliche Nebenthema, die opportunistische Haltung der Schweiz gegenüber Nazi-Deutschland und wie diese in die privaten Schicksale jüdischer, auch zum Katholizismus konvertierter Bürger eingreift, wird ohne Zorn, aber umso wirkungsvoller auf individueller Ebene abgehandelt. Setzt man dazu Hürlimanns sarkastischen Humor, ist spannende Unterhaltung das Resultat."
Bücherschau 01/07, Wolfgang Gauglhofer

"Hürlimanns Schreibstil, diese Mischung aus Seriosität, Ironie, Humor und überraschenden Wendungen, verwag garantiert auch Menschen zu faszinieren, die nicht drei Bücher pro Woche verschlingen."
Brigitt Züger, Linth-Zeitung, 8. März 2007

"Ein Meisterwerk!"
Obersee-Nachrichten, 1. März 2007

"Thomas Hürlimanns Roman Vierzig Rosen erzählt eine Liebesgeschichte, eine bittere - eine Lebensgeschichte vielmehr, mit großer Tragik im Kleinen. Es ist eine große Erzählung, die von großartigen Bilderun und deren Wiederkehr lebt. Hier stimmt jedes Wort, jede Vor- und Rückblende."
Dr. Tatjana Böhme-Mehner, Oberthüringische Zeitung, 24. Februar 2007

"Dass es Hürlimann gelungen ist, dieser Geschichte, die die seine ist in einem Roman von langem Atem zu erzählen und dabei die zärtlich-lakonische Form der Geschichten und Novellen zu bewahren, das ist eine grosse Leistung. Er war immer darauf aus, Schweres leicht aussehen zu lassen, einen Stil zu finden, der sich klug zurückhält, der schön ist. Das prägt auch den Roman."
Roland H. Wietgenstein, Die Berliner Literaturkritik, 22. Februar 2007

"Hürlimann hat wieder einmal die eigene Familiengeschichte als Hintergrund gewählt. Er hat die Perspektive noch einmal gewechselt und seine Mutter in den Handlungsmittelpunkt gerückt. Sein erzählerisches Herz schlägt für seine Mutter, die sich Aufopferungsvoll in ihre vom Ehemann vorgeschriebene Rolle gefügt hat. Sein erzählerisches Talent hat Hürlimann schon hinlänglich unter Beweis gestellt."
Peter Mohr, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 30. Januar 2007

"Alles andere als plakativ, vielmehr berührend einfühlsam und detailreich, teils wie fein gestickt, teils sarkastisch bis zur Groteske übermalt gerät Thomas Hürlimann dieses Frauenporträt aus dem Innenraum politischer Macht. Dem Sohn eines früheren Schweizer Bundespräsidenten stehen dafür nicht nur Insiderwissen und Empathie, sondern auch die Stilklaviatur des grossen, politisch weitblickenden Erzählers zu Diensten. Noch kaum je in seiner Prosa hat der Dramatiker Thomas Hürlimann so stark lenkend in den Erzählvorgang eingegriffen, hat Passagen gerafft, durch Brüche zusätzliche Spannung erzeugt und die Erzählzeit jenem Diktat der Beschleunigung unterworfen, wie es der Gehetztheit der Kabriofahrerin Marie auf ihrer von der Vergangenheit furienhaft verfolgten Erinnerungsfahrt entspricht. So gelingt es einem der scharfsichtigsten Epiker der Nachkriegsgeneration, in der Form eines Familienromans gleichsam die Kartografie des (nicht nur) gesellschaftlichen Innenlebens seit dem Zweiten Weltkrieg freizulegen."
Oliver vom Hove, Spectrum, 27. Januar 2007

"Thomas Hürlimann hat einen weit ausgreifenden Roman geschrieben, der prall voll ist mit wahrem Leben und märchenhaften Fantasien, der ein Panorama einer ganzen Epoche beherbergt und doch immer nah bei seinen charmant gezeichneten Protagonisten bleibt. Grossartiges Lesefutter."
Frank Dietschreit, Die Märkische, 20./21.Januar 2007

"In szenischer Verdichtung erzählt Thomas Hürlimann eine tiefe und traurige Geschichte von politischem Erfolg und familiärem Unglück, bei der aber - und das ist das eigentliche Wunder der Verwandlung - Humor und Ironie nicht auf der Strecke bleiben.
Michael Braun, Die politische Meinung, Monatsschrift der Konrad-Adenauer-Stiftung, Januar 2007

"Der grandiose Roman "Vierzig Rosen" (...): Vom sumpfigen Familiensitz in den Sumpf der Politik, so könnte man die Geschichte der Marie Katz auch zusammenfassen. Aber damit kämen all die schönen und aufschlussreichen Nebengeschichten in diesem wunderbaren Buch zu kurz."
Christine Diller, Merkur Online, 3. Januar 2007

"Ein grandioser Roman, der das Machtgefüge der Schweiz spiegelt, vom Schicksal der Juden erzählt und die Käseglocke über der so hübschen Bergwelt beschreibt."
Rheinische Post, 20. Dezember 2007

"Ein wunderbares, ernstes Buch, voller Melodie und Sprachkraft. Mit epischem Atem und tollen Beschleunigungen. Und mit einigem Witz."
Georg Linsenmann, Neue Rottweiler Zeitung, 15. Dezember 2006

"Diese sinfonische Kunst zu schreiben, in der sich die Adagio-Stellen ebenso ins Herz des Lesers schmeicheln wie sie ihn als hingetupfte Pizzicato-Passagen im Allegro atemlos berauschen."
Susanna Wiedamann, Mittelbayerische Zeitung, 8. Dezember 2006

"Die Geschichte von Maries Martyrium ist mindestens so nuancenreich wie die von ihr so geliebte Seide: Einfühlsame psychologische Studien und realsatirisches Polittheater finden Ausdruck in grossartiger Sprachkunst, die ein unheimliches Lesevergnügen bereitet."
Johanna Pfaff, Nürnberger Zeitung, 7. Dezember 2006

"Dieses sorgfältig gebaute Familien-Epos gleicht einem breit ausgelegten prächtigen Mosaik. Es spiegelt seine traurig-schöne Liebesgeschichte, steht für eine melancholische Tragik-Komödie - Verdrängungen, Verstörungen und Verletzungen als schwarzer Faden. Es offenbart Verfilzungen der politischen Kultur, erweist sich als sinnlicher Erinnerungs-Slalom und zugleich als Traktat über die verfliessende Zeit. An den Rändern funkeln Utopieansätze zum Selber-Weiterdenken."
Heinz Neidel, Nürnberger Zeitung, 6. Dezember 2006

"Das Buch lässt ein Frauenleben zwischen Wünschen und Pflichten entdecken, das viele, insbesondere Leserinnnen, an ihre eigene Geschichte erinnnern wird."
Liliane Studer, literaturkritik.de, 12. Dezember 2006

"Thomas Hürlimann hat einen grandiosen Roman über die destruktive Kraft der Liebe geschrieben, über das Gefängnis Familie und das unerbittliche Vergehen der Zeit. Das Grandioseste aber ist, wie er, indem er den Leser erschaudern macht, ihn zugleich auch tröstet durch das ewige Ticken der Uhren und den harmonischen Gleichklang der Geschichten vom Scheitern."
Evelyn Finger, Die Zeit, 30. November 2006

"Nach seinem fulminanten Fräulein Stark gelang dem Schweizer Autor mit Vierzig Rosen erneut ein sensationeller Erfolg. (...) Hürlimann, schafft, was nur selten gelingt. Die Fortsetzung eines Stoffes kann mit dem Vorhergehenden nicht nur mithalten, sie ist sogar eine Steigerung."
Volker Altwasser, Ostsee-Zeitung, 14. Oktober 2006

"Das Porträt einer starken, aber auch angepassten Frau, meisterhaft und facettenreich erzählt - so schön und vollendet wie ein Strauus von 40 Rosen."
Urs Wigger, Luzerner Woche, November 2006

"Er ist ein Meister der Beschreibung - ob Natur oder Geräusche, ob Menschen oder Gefühle - Thomas Hürlimann schildert alles mit einer unbeschrieblichen Leichtigkeit und ist dabei so zutreffend, dass man spontan ausrufen mächte: Ja, genau so ist es! (...) Dabei kreiert er fast nebenbei kleine, feine Geheimnisse und Rätsel, die erst nach und nach gelöst werden. Das ist einer der Aspekte, die der Erzählung Spannung verleihen. Ein weiterer sind die Menschen, die Hürlimann mit wenigen Worten so exakt zeichnet, dass man sie schon lange zu kennen glaubt. (...)
Ein leiser und stellenweise ironischer Familienroman aus dem bürgerlichen Milieu und das berührende Porträt einer Frau, die ihr Leben auf ihre Art meistert."
Nina-Anna Beckmann, Main-Echo

"Insbesondere nimmt dieser Roman gefangen durch seine Musikalität. Die Heldin ist eine begabte Pianistin, und der Autor stimmt eine Erzählmelodie an, die variiert und erhöht wird, deren Motive sich ab und zu selbständig machen, um schliesslich zurückzukehren zu dem, was man die Lebensmelodie nennen kann. (...)
Dass jeder Mensch über eine solche Melodie verfügt, lernt man in diesem Roman, der - wenn man ihn jenseits der melancholisch-heiteren Inhaltsebene liest - in seinem Verzicht auf Chronologie und eine gleichberechtigte Gewichtung der Figuren vor allem vom Strom der Erinnernung handelt und getragen wird von einer fein gestimmten, einnehmenden Tonlage."
Manuela Reichart, Literaturen, November 2006

"Im neuen Roman spielt Thomas Hürlimann abermals virtuos mit autobiografischen Zeichen und Motiven und variiert sie derart subtil, dass Differenzen zu früheren Büchern manifest werden. Hürlimann strebt keine eindeutige Wahrheit an, sondern spielt Möglichkeiten durch, in deren innerstem Kern die wirkliche Wahrheit verborgen liegt. Dabei erweist er sich als gewohnt brillanter Stilist, der sein stupendes Gefühl für Leitmotive, Komposition und Stil unter Beweis stellt. Vierzig Rosen ist das graziöse Gegenstück zum brisanten Kater-Roman, ein faszinierendes literarisches Porträt seienr Mutter."
dasKulturmagazin

"Thomas Hürlimann erzählt die Geschichte der Familie Katz ungemein souverän, manchmal in groben Zügen, dann wieder eindringlich sich auf die inneren Konflikte der Marie konzentrierend. (…) Er arbeitet mit Brüchen, Auslassungern, eingestreuten Dialogen, Andeutungen, Rituellem, Repetitionen, perfekt platziert, nach Minimal-Art."
Rea Brändle, WOZ

"Sanft flicht Hürlimann auch zeitgeschichtliche Begleitumstände in die Lebensschilderung ein, ohne sie dabei ideologisch oder historisch zu übermöblieren. Seinem inzwischen gefestigten Stil bleibt der Schweizer Autor treu: Üppig und detailliert beschreibend (...) rückt er den Protagonisten zuleibe und erzeugt verdichtete Atmosphären. (...) Hürlimann präsentiert ein Buch, das sein ganzes bisheriges literarisches Oeuvre einmal mehr gleichzeitig identifiziert, verkörpert und weiterspinnt: «Vierzig Rosen» ist gewoben aus fiktionalisierten biographischen Versatzstücken, einem fein gestellten schriftstellerischen Gewissen für die gute Story und einer gewissenhaften Sprachensensibilität."
Fabian Saner, Oltner Tagblatt

"Die schiere Fülle dieses erneuten Versenkens in jüdisch-katholische Lebenswelten ist nahezu umwerfend. Der Autor hat nicht nur einen Schlüsselroman über seine Eltern geschrieben, sondern mit dem Blick auf religiöse Prägungen und Realisierungsmöglichkeiten von Lebensentwürfen in der Schweiz der 50er bis 70er Jahre Allgemeingültiges erschaffen."
Lübecker Nachrichten

"Thomas Hürlimanns Roman betreibt die Kunst der Halbwahrheiten."
Kristina Maidt-Zinke, Süddeutsche Zeitung

"Vierzig Rosen ist ein Buch über die Kompromisse, die einem das Leben abverlangt, über Schicksasschläge, aber auch über innere Stärke und eine klare Haltung: "Sie hielt durch. Sie hielt immer durch." (...) Hürlimanns Roman ist mehr als ein Charakterporträt einer Frau, er ist im wahrsten Sinne des Wortes verarbeitete Familiengeschichte."
Magdi Aboul-Kheir, Südwest Presse, Sonderveröffentlichung Literatur Herbst

"Mit leisem Humor und grosser psychologischer Sensibilität schildert Hürlimann die Lebensgeschichte der doppelten Marie, immer wieder gelingen ihm souverän auf der Grenze zwischen Komik und Tragik balancierende Szenen. (...) Hürlimann ist ein kluger Roman gelungen."
Christoph Jürgensen, Saarbrücker Zeitung

"Thomas Hürlimanns neuer Roman fasziniert mit sicherem Gespür für die schriftstellerische Inszenierung, verdichtet dieses Leben zwischen Traum und Wirklichkeit zu einer homogenen, schlüssigen Parabel."
Biel-Benkemer Dorf-Zytig

"Der Roman ist wunderbar leichtfüssig und sprachlich elegant in einem grossen Spannungsbogen mit feinem Sinn für die Komik mancher Situation erzählt. Hürlimann besitzt die Gabe, auch Traurigem und Deprimierendem einen Abglanz sublimer Heiterkeit zu geben."
Werner Schulze-Reimpell, Rheinischer Merkur

"Die Familiensaga ist der stärkste Teil des Buchs. Hier finden sich all jene Qualitäten, die die Prosa Schweizer Erzählers auszeichnen: eine kluge Dramaturgie, Glanz und Klarheit der Sprache, Dichte und Stimmung, Witz und Poesie."
Benjamin Jakob, Neues Deutschland, Beilage zur Frankfurter Buchmesse

"Sein bisher umfangreichstes, wagnisreichstes, aber auch fesselndstes Werk, das doch einen Höhepunkt darstellt. (...)
Wie Hürlimann die hitzköpfige und glühende, turbulente und zarte, explosive und innige Liebe und Ehe des ungleichen Paares schildert, das vieles Verbindet und alles trennt, ist grosse Kunst. Im Entwurf plastischer Szenen voll prallen Lebens zeigt sich die Erfahrung des Theaterautors, der beim Schreben visuell gesteuret wird, in den temporeichen Dialogen die gewiefte Technik des Dramatikers. (...) Das Porträt der jungen Frau, die sich über den steifnackigen, rhetorisch in Partei und Verbindugsanlässen geschulten Offizier Meier mokiert und sich seinem männlichen Charme doch nicht entziehen kann, gehört zu den Glanzstücken des Romans. Wie nie zuvor schildert Hürlimann das ambivalente Bild einer Frau, die in den Fesseln ihrer Herkunft gefangen bleibt, ihr vitales Erbe verleugnet, ihre Begabung als Pianistin der Karriere des Mannes opfert, auf die Realisierung eigener Träume verzichtet und sich mit offenen Augen in die Politikerbiografie ihre Mannes einfügt. Dabei spielt sie ihre Rolle als Gattin des zum Bundesrat Gekrönten perfekt wie kaum eine First Lady und mit echtem Engagement - und stirbt innerlich einen langsamen Tod."
Pia Reinacher, FAZ

"Ein sprachlich zartes Werk."
Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

"Ein Roman über Heimweh und Vergänglichkeit, ein Buch voller Lebenswärme, leichtfüssig im Stil, heiter und doch nicht ohne Wehmut."
Sebastian Kleinschmidt anlässlich der Aufnahme von Thomas Hürlimann in die Akademie der Künste, September 2006

"Ironisch, melancholisch, verhalten komisch, traurig des Autors Ton, Distanz suchend zur schwierigen Realität. Erzählend wiederholt der Autor seine Motive des sich immer neu wiederholenden Alltags, in dem fast wie zufällig, unauffällig, manchmal nur angedeutet dargestellt wird, was Schreckliches passiert ist. Hürlimanns Sprache wirkt selbst wie ein Rosenspiel, sich auflehnend gegen das Furchtbare
der Geschichte und der unumkehrbar vergehenden Zeit."
Johanna Walser, Südkurier

„Es ist die Erzählhaltung, die hier beeindruckt. (...) Hürlimann verfügt souverän über seinen Stoff. Die leise Ironie, selbst dort, wo Einiges auf dem Spiel steht, verbindet sich mit einem Humor, der der sich nicht im Witz, sondern in der Komik ausdrückt.“
Martin Lüdke, Frankfurter Rundschau

"Wieder ein echter, ein gnadenlos sezierender Thomas Hürlimann, der die opportunistische Gesellschaft in einem so putzmunteren Ton enttarnt, dass die Bosheit schmeckt wie gezuckertes Gift."
Gabriele von Armin, Deutschlandradio

"Schwungvoll erzähltes Zeitpanorama!"
Peter Zemla, Buchjournal Schweiz

"Vierzig Rosen setzt Thomas Hürlimanns Mutter ein schönes Denkmal. Der Autor erweist sich dabei von Neuem als souveräner Stilist, der sein Gefühl für Leitmotive, Komposition und Stil eindrücklich unter Beweis stellt. Vierzig Rosen ist das graziöse, anmutende Gegenstück zum Kater-Roman einerseits, andererseits die Forterzählung der katzschen Familiengeschichte aus Fräulien Stark."
Beat Mazenauer, Schaffhauser Nachrichten

"Hürlimann lässt den Schmutz, der unter der weissen Weste des Landes ist, sichtbar werden. Auch wenn das lange her ist, es ist nicht vorbei - darum geht es ihm: darum, dass eine Auseinandersetzung mit dem, was vor dreissig, vierzig, fünfzig, sechzig Jahren gewesen ist, immer noch nötig ist, weil es immer noch in der Welt ist."
Bücherpick, Herbst 2006

"Wieder ein echter, ein gnadenlos sezierender Thomas Hürlimann, der die opportunistische Gesellschaft in einem so putzmunteren Ton enttarnt, dass die Bosheit schmeckt wie gezuckertes Gift."
Gabriele von Armin, Deutschlandradio

"Das Buch – für sich allein gelesen – ist ein Genuss. Nicht zuletzt auch wegen der perfekten, präzisen, fantasievollen Sprache und der Liebe zu nur scheinbar unwichtigen Kleinigkeiten (...). Aber wenn man auch die zwei anderen Bücher gelesen hat, ist das neueste ein Hochgenuss.“
Sonja Kolb, Esslinger Zeitung

„Hürlimanns facettenreicher Roman, in dem die Eltern vor den Kindern sterben, ist mehr als nur das Menetekel einer aufgrund ihrer Selbstwidersprüche vom Zerfall erfassten bürgerlichen Gesellschaft. Über die soziale Mentalität weist er hinaus auf die Brüchigkeit der Mythologie der Moderne. (...) Schwerlich zu finden ist jemand, der eindringlicher zu erzählen versteht als Thomas Hürlimann (der mit diesem Romam weit mehr als die Summe seines bisherigen Werks vorlegt).“
Hans-Rüdiger Schwab, Schweizer Monatshefte

"Hürlimanns Kunst, in knappem Strich farbigste Szenerien zu zeichnen, die beiläufig ein halbes Leben miterzählen: Diese Kunst verleiht namentlich den frühen Erzähljahren, Maries Kindheit, die der wachsende Antisemitismus überschattet, ihr sattes Kolorit."
Peter Surber, St. Galler Tagblatt

"Thomas Hürlimann erzählt farbenreich und lebensvoll. Er lässt in der Katz'schen Familiengeschichte die Vergangenheit Gegenwart werden, zeigt in der Gegenwart, wie die Vergangenheit noch am Geschehen mitformt. (...) Der Roman ist eine leicht skurrile, stets aber gefühlsstarke, beeindruckend unsentimentale Liebesgeschichte, ein nuanciertes Porträt einer grossen Frau, die darauf verzichtet, die Hauptrolle zu spielen - und doch in allem die Protagonistin bleibt. (...)
Wie subtil Hürlimann mit der Wirklichkeit in diesem neuen Roman umgeht, wie er die Übergänge zwischen Erinnertem und Erfundenem, Üerliefertem und Erdachtem unmerklich fügt, wie er die Geschichte zum Fest des Erzählens und am Leben erhaltenden Erinnerns formt, das ist ausgereifte Kunst."
Urs Bugmann, Neue Luzerner Zeitung

"Thomas Hürlimann kommt in feinen Anspielungen immer wieder auf Keller - wie auch auf Robert Walser - zurück. Mehrmals hat er sehr ansprechend eine Familiengeschichte mit der neueren Geschichte der Schweiz verbunden: derart hat er seine grandiosen Novellen Das Gartenhaus und Fräulein Stark gestaltet. (...)
In seinem Roman Vierzig Rosen erzählt nun Thomas Hürlimann neuerlich von der Familie Katz, zugleich von der Schweiz im 20. Jahrhundert, von bezeichnenden Lebenswegen und Zeit-Räumen. Und von Rosen, die hier wie da das Grossbürgerliche in einem Ritual verlogener Tüchtigleit dastehen."
Klaus Zeyringer, DER STANDARD

Die doppelte Marie
"In Rückblenden rollt Hürlimann die Lebensgeschichte der Marie Katz und diejenige ihrer Familie auf, erzählt im Gestus des Märchens, der Komödie und der Tragödie, schreibt mit einem traumwandlerischen Gespür für Rhythmus und Tempo und betört mit seiner Kunst der messerscharfen Dialoge, die hinter dem Schriftseller auch den Dramatiker aufblitzen lassen. In einer saftig barocken Sprache, die in ihrer Bildhaftigkeit einen ungeheuren Lesesog erzeugt und die längst Verstorbenen zu neuem Leben erweckt, bündelt Hürlimann die vielen Erzählstränge zu einem grossen Ganzen, zu einer Parabel auf Leben und Tod."
Sandra Leis, Der Bund

"Vierzig Rosen ist ein Eheroman, dessen Hauptsache der Geburtstag der Protagonistin ist, der 29. August - um diese Achse herum hat Hürlimann den Roman mit grossem architektonischen Geschick gebaut. Die Handlung erstreckt sich von 1926, Maries Geburtsjahr, bis in eine Zeit weit jenseits des 40. Geburtstages, auf den der Titel anspielt: Das Ritual unter den Ehelauten besagt, dass der 40. Geburtstag der endgültige Geburtstag einer Dame ist, also 40 Rosen und keine mehr. Man hat eben Stil, On a du style, das war eben das Motto der maman, Maries früh verstorbener Mutter - es wird bei jeder Gelegenheit engeflochten, und entwickelt einen sanft satirisch gefärbten Witz."
Martin Krumbholz, Bayerischer Rundfunk

Papas Liebling wird First Lady
"Reiche, vielschichtige Darstellung eines Frauenlebens voller unaufgelöster Widersprüche. Die Erzählmelodie changiert zwischen derbem Schalk und feiner Melancholie. Ein mal ergreifender, mal komischer Roman. Hinreissend."
David Werner, Der Blick

"Im Mittelpunkt steht Marie, Gattin eines aufstrebenden Politikers. (...) sie, eine geborene Katz, Tochter und Enkelin jüdischer Seidenhändler, Urenkelin eines galizischen Juden, der sich nach dreijähriger Wanderschaft mit seinem Koffer in der Zentralschweiz niedergelassen hatte, aber nie angekommen war? Marie Katz, die es als junges Mädchen
erleben musste, wie der Metzger hinter ihr ausspuckte, der Turnlehrer mit dem viereckigen Schnäuzchen ihr plötzlich schlechtere Noten gab, die ihrer Rasse wegen bei den Nonnen versteckt und wegen derselben Rasse auch dort, obwohl getauft, diskriminiert wurde.
Wenn ihr Mann nur ein Ziel kennt: nach oben zu kommen, dann hat Marie auch eines: endlich anzukommen. (...) Hürlimanns neuer Roman ist wieder ein ungemein sinnliches Buch. Der Leser bekommt Szenen zu sehen wie von einem Maler gemalt (inklusive der subtil gesetzten Lichtreflexe), er hört, riecht und schmeckt, als hätte er lauter Wahrnehmungs- verstärker genommen (die die Pharmaindustrie nicht zu entwickeln braucht, solange es Literatur wie diese gibt). Alles in diesem Buch lebt, bis hin zu den Statuen in der Klosterkirche, die sich mit Grausen abwenden, als Marie hinausgeworfen wird."
Martin Ebel, Tages-Anzeiger

Maries Doppelleben
"Vor ziemlich genau einem Vierteljahrhundert hat Thomas Hürlimann im Herbst 1981 die literarische Bühne betreten, mit einem fulminanten Doppeldébut: dem Theaterstück Grossvater und Halbbruder und dem heute fast klassischen Prosaband Die Tessinerin. (...) Nun hat er, 55-jährig, das bisher umfangreichste all seiner Bücher veröffentlicht, den Roman Vierzig Rosen, die alles krönende fiktive Geschichte seiner Mutter. (...) Marie Meier-Katz, aus deren Leben Thomas Hürlimann in 'Vierzig Rosen' erzählt, lebt nun ein Doppelleben im Zwiespalt zwischen ihrer künstlerischen Seite und ihrer bürgerlichen Unnahbarkeit. (...) Es hat etwas Unangemessenes, über diesen Roman in der stets etwas dürren Sprache der Deutung zu reden. Denn Thomas Hürlimann hat noch in keinem seiner Bücher so frei und so lebendig, so sinnlich und konkret geschrieben."
Andreas Isenschmid, NZZ am Sonntag

Himmelsöhi, hilf!

»Es gibt nicht viele streitbare Eidgenossen, deren Nörgelnotizen so amüsant und geistreich sind wie die von Thomas Hürlimann.«
Sandra Leis, Der Bund

»Zweierlei stellt Thomas Hürlimann mit seinen gesammelten Schriften unter Beweis: Die Schweiz treibt ihn um, und er ist einer, der auch für kürzere Beiträge so lange an der Sprache feilt, bis sie funkelt.«
Sandra Leis, Der Bund

»Das Büchlein ist ein 1.-August-Büchlein. Auch wenn es als solches nicht extra gekennzeichnet ist. Denn nur am 1. August denkt die Schweiz laut über sich nach. Hürlimann aber denkt das ganze Jahr über die Schweiz nach. Deshalb sind Hürlimann und Schweiz eins. Selbst wenn er über Goethe schreibt oder über sein Leben als Unterdozent in Berlin, die Schweiz ist dabei. Obendrein macht er aus jedem Textstück ein Schmuckstück.«
Lilith Frey, Blick

Fräulein Stark

»Vor keiner Verzauberung kann man in dieser Sommergeschichte sicher sein. Und auch wenn diese Novelle manchmal wirkt wie auf Seide gemalt – durchscheinend, schillernd, absichtslos: Keine dieser Verzauberungen, die nicht einer höheren erzählerischen Idee folgte in diesem architektonischen und ökonomischen Meisterwerk. Er kann nun werden, wie er will, dieser Sommer. Mit diesem schwerelosen Buch ist man wirklich gegen alles gewappnet.«
Elmar Krekeler, Die Welt

»...direkt in den Bücherhimmel«
Michael Braun, Basler Zeitung

»Dies ist das listigste Buch, das Hürlimann je geschrieben hat.«
Gunhild Kübler, Die Weltwoche

»Thomas Hürlimanns hinreissender Sommerroman Fräulein Stark«
Die Welt

»Ein geradezu hinreissendes Buch«
Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Fräulein Stark ist eine liebevolle Hommage an eine starke Nebenfigur – und eine liebenswerte Novelle.«
Volker Hage, Der Spiegel

»Thomas Hürlimanns Novelle ist meisterhaft gearbeitet. Die Mikrostruktur des Textes ist ein feines Gewebe aus Verweisungen, Symbolen, Analogien; kein Wort ist zufällig gesetzt, kein Satz eindimensional, kein Bild ohne eine fluoreszierende Auro; die Szenen zeugen von kraftvoll-monströser Phantasie. Das macht auf die mehrfache Lektüre vergnüglich.«
Pia Reinacher, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Mutter Anne, des Schulzen Frau, behauptete keck, daß, wenn das Fräulein stark zum Fenster heraus niese, allemal die Milch im ganzen Dorfe sauer würde.«
E.T.A. Hoffmann, Klein Zaches genannt Zinnober

»Thomas Hürlimann hat noch kein Buch von einem solchen Glanz in den einzelnen Sätzen, von solcher Farbigkeit in den einzelnen Szenen und solcher Geschlossenheit in der gesammten Komposition gemacht.«
Andreas Isenschmid, 3Sat kulturzeit

»Ein Höhepunkt des diesjährigen Bücherherbstes«
Hajo Steinert, Deutschlandfunk

»Thomas Hürlimanns fein gedrechselte Novelle ist eine literarische Seltenheit. Eine Liebeserklärung an die Schönheit der Sprache – und an schöne Frauenfüsse.«
Brigitte

»Eins der schönsten, lesenwertesten Bücher des diesjährigen Herbstes.«
Hubert Spiegel, FAZ-Büchertagebuch 2001

»So unterhaltsam wie in dieser Novelle wurde wohl noch nie über die Wirkung des Dufts geschrieben.«
Roland Mischke, Handelsblatt

»Ein hinreissendes Pubertätsdrama.«
Volker Isfort, Abendzeitung

»Ein Initiationsroman, eine Vivisektion christlicher Pädagogik in einer für den polnischen Leser exotischen Alpenszenerie. Aber wie das erzählt ist! Die Begeisterung des Schweizer Lesepublikums ist berechtigt.«
Cezary Polak, osrarnia aktualizacja, 30.08.2004

Der grosse Kater

»'Der grosse Kater' leistet für Bundesbern und die Eidgenossenschaft, was Wolfgang Koeppens 'Treibhaus' für bonn und die BRD erbracht hat: eine beklemmende schattenhafte Analyse.«
Beatrice von Matt, NZZ am Sonntag

»Thomas Hürlimann erzählt schwungvoll und spannend, doch zugleich tiefsinnig und mit einem abgründigen Humor, der an Dürrenmatt und Keller erinnert.«
Michael Braun, Rheinischer Merkur

»Hürlimann bewältigt die kühne Akrobatik mit dramaturgischer Meisterschaft, erzählerischer Brillanz und stilistischer Bravour.«
Roger Anderegg, SonntagsZeitung

»Ein großes Buch!«
Urs Bugmann, Neue Luzerner Zeitung

»Thomas Hürlimann erzählt eine Geschichte um Politik, Hiebe, Liebe und Sterben, die auch ohne das Wissen um die Bezüge zur historischen Realität bestehen kann. Und dies ist ein Merkmal von großer Literatur.«
Sandra Leis, Der Bund

»Ich kann so etwas Schönes nicht lesen, ohne dass bei mir die Frage aufwacht: Wie macht der das?«
Martin Walser, Basler Zeitung

»Wie in einer antiken Tragödie sind hier die Helden noch einmal die Volksherren und Staatenlenker, nebst Ratgebern, Gattinnen und Mätressen. Das Buch stimmt dabei den hohen poetischen Ton eines modernen Märchens an, einer neoromantischen Heimatfabel, und schlägt zugleich die Volte zur Zeitgeschichte, zum Politkrimi, - so als wollte, als könnte Thomas Hürlimann in mindestens zwei Zungen reden und Stoffe eines John Forsyth mit dem Stil eines Peter Handkes zu einer einzigen, gänzlich neuen Textur verknüpfen.«
Peter von Becker, Der Tagesspiegel

»‘Der grosse Kater’ ist sehr vielschichtig konstruiert, psychologisch genau durchdacht, sprachgewaltig geschrieben - und nebenbei ungeheuer spannend.«
René Freund, Wiener Zeitung

»In der Verknüpfung seiner Motivketten ist Hürlimann äusserst kunstvoll, er erreicht auf dieser Ebene eine Duchdringung seiner Figur, wie sie selten ist - eine Durchdringung, die sich nicht auf psychologische Nachvollziehbarkeit oder Lebendigkeit gründet, sondern die sich in - quasi überzeitlichen - Erzählmustern und Konstellationen entfaltet.«
Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau

Das Gartenhaus

»Thomas Hürlimann hat ein kleines Meisterwerk geschrieben.
Es ist spannend. Es ist tiefsinnig. Und es ist gut.«
Frank Schirrmacher, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein behutsames und präzises Kunststück.«
Hellmuth Karasek, Der Spiegel

»In Wahrheit ist die Novelle Das Gartenhaus ein Roman in Taschenformat - und was für einer: Es ist ein Alters- und Eheroman, ein Glücks- und Trauerroman, ein Männer- und Frauenroman und dazu einspielendes und ein ernstes Buch, eins zum Lachen und manchmal zum Weinen. Wie macht er das alles?«
Andreas Isenschmid, Tages-Anzeiger

»Eine meisterhafte geschriebene Novelle, ein herausragendes Ereignis.«
Beatrice von Matt, Neue Zürcher Zeitung

»A persuasive and engaging picture of human eccentricity, in which sorrow is met with spirit, and estrangement, finally, is overcome by love.«
Times Literary Supplement

Die Tessinerin

Die Tessinerin

»Diese Insistenz einer leisen vorsichtigen Stimme war in so viel Literaturgeschrei nicht zu überhören, da machte Stille sich bemerkbar - und in ihr ein großes Talent.«
R.H. Wiegenstein, Sender Freies Berlin